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So fing alles an ...
2001 reiste ich, Ronald Kudla, damals Vikar der Pfarrei "Mater Dolorosa", Torgau, das erste Mal nach Togo. Schon damals wusste ich, ich betrete dort eine andere Welt, eine Welt die für Europäer aus verschiedenen Gründen schwer zu erklären ist, die wir aber nicht aus unserem Bewusstsein verbannen sollten.
Der Zufall, oder die göttliche Vorsehung wollte es, dass ich mit Mgr. Ignace Talkena Sambar, dem damaligen Bischof von Kara zusammentraf. In seiner väterlichen Art lud er mich ein, für ein paar Jahre in seiner Diözese zu arbeiten. Ich wusste, dass dies eine große Herausforderung sein würde und auch mit vielen Fragezeichen verbunden ist. Trotzdem entschied ich mich nach langem Überlegen, meinen Bischof in Magdeburg um eine Aussendung nach Togo zu bitten. Auch er überlegte lange und gab die Einwilligung für mindestens 2 Jahre, die mittlerweile bis 2010 verlängert wurde.
Am 2. September 2004 kam ich in Togo an. Hier wollte ich leben. Ich wusste, dass dies eine große Herausforderung sein würde und auch mit vielen Fragezeichen verbunden ist. Ich wusste nicht, was mich genau erwartet. Ich war auf alles vorbereitet. Lediglich ein Abkommen zwischen meinem deutschen Bischof Leo Nowak und dem Bischof von Kara Ignace Sambar Talkena hatte ich in der Tasche, das war die Basis dieser Mission bei den Ärmsten in einer von Europa fast vergessenen Gegend der Welt.
Der Anfang war nicht einfach. Ohne die Unterstützung und den Rat guter togolesischer Priester wie père Elie Yata, Mark Lakassi oder Vincent Assih wäre es sicher nicht so gut gelungen. Am 25. Januar 2005 wurde mir die neu zu gründende Pfarrei Solla zugeteilt.
6 Jahre bin ich nun schon in Togo. Von Beginn an lebte ich ausschließlich mit Einheimischen zusammen. Manches ist mir dadurch schwerer gewesen, da ich schnell alte Gewohnheiten und Denkweisen ablegen musste, anderes dagegen fiel leichter. Auch wenn nun schon viel Routine in mein afrikanisches Leben eingekehrt ist, verbiete ich mir das Staunen nicht. Auch die Schutzengel sind immer noch notwendig. Immer wieder beschämt mich das viele Vertrauen, das mir entgegen gebracht wird von den Menschen in Togo aber auch von so vielen, die meine Arbeit und somit die mir anvertrauten Menschen unterstützen. Danke
Meine Aufgabe sehe ich ganz einfach: Ich bin hier, um die Frohe Botschaft zu verkünden, Sünden zu vergeben, Trost zu spenden und zu helfen, wo ich kann. Seit meiner Ankunft stellt das eine lange und gründliche Entdeckungsreise dar, ein Abenteuer Gottes, an dem ich Menschen in Deutschland ein wenig teilnehmen lassen will.
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Danksagung:
Wieder gut in Togo angekommen möchte ich allen, denen ich in Deutschland begegnet bin, oder mit denen ich auf andere Weise meine Freundschaft erneuern konnte, einen Gruß voller lebenspendendem Regen und afrikanischer Frische senden.
Nach einer nicht so einfachen Reise, erwarteten viele zufriedene Gesichter, nicht wenige Begrüßungsgeschenke in form von Perl-Hühnern, Bananen oder anderen Leckereien und eine Menge Arbeit.
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